Affären um alle drei Topkandidaten

Die Präsidentschaftswahl 2017 ist von verschiedenen Skandalen über­schattet. Alle drei Kandidaten mit den besten Umfragewerten stecken in verschiedenen Affären:

François Fillon: Schein­beschäftigung

Einstiger Favorit François Fillon (rechtskonservativ) steckt im „Penelope-Gate“: Er soll seine Frau jahrelang als parlamentarische Assistentin scheinbeschäftigt haben.

Durch diesen Skandal sind seine Aussichten auf Erfolg bei der Präsidentschaftswahl stark gesunken: Bei Umfragen hat er innerhalb weniger Wochen etwa 10 Prozentpunkte verloren.

Marine Le Pen: regelwidrige Beschäftigungen

Marine Le Pen (Rechtsextrem) soll EU-Gelder für Assistenten von Europaabgeordneten bezogen haben, obwohl diese für ihre Partei (Front National) in Frankreich arbeiteten. Le Pen soll 342.000 Euro an das Europaparlament zurückzahlen.1

Diese Affäre schadet ihr erstaunlich wenig: da ihr politisches Programm extrem europafeindlich ist, scheint sich ihre Wählerschaft an eine Ausnutzung der Gelder des Europaparlaments nicht zu stören.

Emmanuel Macron: Verwendung von Mitteln des Wirtschaftsministeriums für die Vorbereitung seiner Kampagne

Emmanuel Macron (liberal) steht im Verdacht, vor seinem Rücktritt als Wirtschaftsminister und der Gründung seiner Partei „En Marche!“ im Frühjahr 2016 Mittel seines Ministeriums dazu genutzt zu haben, seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl vorzubereiten.